Respektvolle Begegnung: selbstbestimstes Leben,...

Respektvolle Begegnung: selbstbestimstes Leben, die zweitätige Tagung

Eine sehr anregende zweitaetige Tagung mit dem niederländischen Autor, Trainer und Berater Erik Bosch

Zwei Bezugsrahmen:
-Respektvolle Begegnung dem Klienten gegenüber
-Respektvolle Begegnung im Team, mit den Kollegen / Kolleginnen, durch eine effektive
Kommunikationstechnik: die Hüte von de Bono

Menschen mit einer geistigen Behinderung sind sehr abhängig von der Art und Weise, wie Betreuer(innen) ihnen begegnen. Hat der Klient Pech gehabt oder Glück das er Dir begegnet?

Respektvolle Begegnung dem Klienten gegenüber: dabei geht es um Leitbild, Grundhaltung und kritische Selbstreflexion (wie beschrieben in „Respektvolle Begegnung: selbstbestimmtes Leben“, E. Bosch, 3. Auflage 2018). Respektvolle Begegnung verlangt eine klare, von allen vertretene Grundeinstellung.
Haben wir die gleiche Wellenlänge? Steht der Klient tatsächlich im Mittelpunkt? Möchten Sie tauschen?
Mit unserer Grundhaltung zeigen wir Grundeinstellung. Und kritische Selbstreflexion ist der wichtigste Haltungsaspekt. Bei sich selbst stillstehen ist eine notwendige Bedingung, um Spielraum für einen anderen zu schaffen.

Respektvolle Begegnung im Team, mit den Kollegen / Kolleginnen: man kann zusammen arbeiten und zusammenarbeiten. Wie sieht das in Ihrem Team aus? Verstehen wir einander?
Ist bei Euch Kritik „kostenloser Rat“? Bosch beschrieb einen sicheren, schnellen und einfachen Teambildungsmechanismus („Verstehen wir einander?“, E. Bosch, 2. Auflage 2012) über die Hüte von de Bono.
Dieser Mechanismus ist ein Beitrag zur (Verbesserung der) professionellen Kommunikation.
Man kann einander Feedback geben ohne einander zu verletzen.

Respektvolle Begegnung im Team, mit den Kollegen / kolleginnen ist eine Voraussetzung für respektvolle Begegnung dem Klienten gegenüber.

„Unsere Bewohner trinken in der Woche keinen Alkohol!“ „Drei Fehler!“
„Herr Kleinen möchte sterben. Okay?
Selbstbestimmung. Steht der Klient tatsächlich im Mittelpunkt? Oder wir? Oder die Eltern?
Miranda ist manchmal so aggressiv. Was hat dieses Verhalten zu bedeuten? Wie reagieren wir darauf? Haben wir die gleiche Wellenlänge?
Carl, sehr schwer geistig behindert. Was bedeutet dann: eigene Wahl haben?
“Sprechen Sie Ihren Kollegen / Ihre Kollegin auf sein / ihr Verhalten an? Wie tun Sie das? Geschieht dies in aller Offenheit?”
“Kennen Sie einander im Team? Was bedeutet das eigentlich: Einander professionell kennen?”
“Wird Kritik in Ihrem Team als gut gemeinter Ratschlag angesehen?”
“Machen Sie einander Komplimente?”
“Fühlen Sie sich geschätzt?”
“Kennen Ihre Kollegen/innen Ihre Stärken und Schwächen? Sprechen Sie in Ihrem Team darüber? Ergänzen Sie einander?”

Dieses Seminar zeichnet sich durch praktische Tage aus, ist persönlich und konfrontierend
(Ernst und Humor werden nicht gescheut, im Gegenteil!). Logisch – Stillstehen bei Klienten setzt ein
Stillstehen bei sich selber und beieinander voraus. Überdies ist Stillstehen bei sich selber die letztendliche
Bedingung, um Spielraum für einen anderen zu schaffen.

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