Musst du dich immer einmischen?“, über Selbstbestimmung und Ihre Grenzen
Frechen, Kirche Alt St. Ulrich, den 23. März 2026: „Musst du dich immer einmischen?“, über Selbstbestimmung und Ihre Grenzen“, Gold-Kraemer-Stiftung, Großveranstaltung mit Erik Bosch aus den Niederlanden.
Eine sehr lebhafte Fachtagung, sehr praxisnah, konfrontierend, mit dem niederländischen Autor Erik Bosch, nach dem gleichnamigen Buch. Des Autors Motto: „Alles ist Beziehung!“ Ich freue mich darauf euch begegnen zu dürfen!.
Wir lernen heute zwei professionelle Methoden kennen!
Kosten: 160 Euro. Dafür erlebt man eine wunderbare Tagung, bekommt man Kaffee, Tee, Kaltgetränke, Mittagsessen und eine hilfreiche Mappe mit Arbeitsmaterial und Artikeln.
Für mehrere Informationen und/oder Anmeldung:
Florian Appel, Leitung Konzept- und Organisationsentwicklung, Telefon 02234 933 03 57
Mobil 0151 431 000 79, florian.appel@gold-kraemer-
Der Klient steht im Mittelpunkt, oder nicht? Er bestimmt über sein eigenes Leben, richtig? Das liest man offenbar in den Leitbildern von allen Organisationen in Deutschland.
Aber gibt es auch Grenzen? Wann wird Normalisierung zum Normalisierungsterror?
Kann man Klienten zu viel Freiheit, Verantwortung, Entscheidungsfreiraum überlassen? Lassen wir sie auch im Stich? Gehen sie dann „unter“?
Selbstbestimmtes Leben: wir streben selbstverantwortliche Selbstbestimmung unserer Klienten an. Wie weit geht diese? Müssen bzw. dürfen wir Klienten „vor sich selbst“ retten? Haben wir ein schlechtes Gefühl, schämen wir uns, wenn wir „eingreifen“? Was ist verantwortlich, was verantwortbar?
Aus dem Programm
Was jemand selbst kann, tut er selbst. Gibt es Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung? Wie normal sieht das alles aus?
Der Klient steht im Mittelpunkt, steht zentral. Aber wo ist die Grenze?
Maria, 18 Jahre, leicht geistig behindert, will ein Kind. Du hast doch auch drei Kinder?
Peter isst nur Käse.
Carla hat Epilepsie, kann unter ein Bus kommen. Sie will alleine in die Stadt......
Wer bin ich das ich eingreife im Leben dieses Menschen? Wie kann ich das verantworten, wie kann ich das motivieren?
Was heißt das: Ich bin verantwortlich für den Klienten? Bin ich verantwortlich für sein Tun und Lassen?
Inhalte
- Leitbild: die Selbststimmung. Steht der Klient tatsächlich im Mittelpunkt? Oder die Eltern? Oder wir? („Wir wollen nur Euer Bestes!“)
- Grenzen. Verantwortlichkeit.
- Ein gutes Hilfsmittel: „Die Methodik des hermeneutischen Kreises“ (Diskrepanzen in der Persönlichkeit). Sie hilft, die Perspektive des Klienten einzunehmen.
- Die Bedeutsamkeit der Betreuungsstile („Alles steht oder fällt mit der Grundhaltung!“).
- Die Methodik des hermeneutischen Kreises. Wir machen eine Übung mit dieser professionellen Methode.
- Die Wichtigkeit der Betreuungsstill bei einem niedrigen sozial-emotionalen Niveau ohne kleinkindisch zu tun
So sieht der Programm „ungefähr“ aus.
09.15 Begrüßung.
09.25 Eine unorthodoxe Frage. Eine interessante, professionelle Methode die mit Lebensqualität zu tun hat!
10.10 Einführung von Erik Bosch: Grundeinstellung, Selbstbestimmung
Die Wichtigkeit einer klaren, von allen vertretenen Ansicht. Die Implikationen der Normalisierung, Inklusion, Emanzipation und Selbständigkeit. Vorstehendes wird mit Beispielen illustriert.
10.40 Einige Thesen, Interaktion in der Gruppe.
11.05 Pause.
11.25 Einführung: „Grenzen. Verantwortlichkeit. Erste Bekanntmachung mit der Methodik des hermeneutischen Kreises. Wann greife ich ein?“
12.25 Eine These, Interaktion in der Gruppe.
12.45 Pause.
13.45 Noch einige Thesen.
14.10 Eine sehr praktische Übung (alleine oder in Kleingruppen) mit der Methodik des hermeneutischen Kreises mit einigen Fragen in Bezug auf ethische Dilemmas.
14.50 Zusammenfassung in der großen Gruppe.
15.05 Pause.
15.25 Die Wichtigkeit der Betreuungsstill (Alles steht oder fällt mit der Grundhaltung).
16.30 Ziele für die kommende Zeit.
16.45 Schluss.
Erik Bosch, Trainer, Entertrainer, Entertainer: „Alles ist Beziehung“.
Erik Bosch (Heilpädagoge) arbeitet als Autor, Trainer, Coach und Konfliktmediator in der sozialen Arbeit in Europa und auf den Antillen. Er hat 17 Bücher zu den Bereichen Grundhaltung, Begegnung, professionelle Kommunikation, Aufklärung, Sexualität, Missbrauch, Tod und Sterben sowie moralische Dilemmata herausgebracht. 2011 erschien sein Basisbuch über respektvolle Begegnung in Deutschland: „Respektvolle Begegnung: selbstbestimmtes Leben“. Dieses Buch ist mittlerweile ein Bestseller in Deutschland.
Erik veranstaltet Fachtagungen und Inhouse-Schulungen für (sehr) große Gruppen. Er entwickelt mit Ellen Suykerbuyk (Sexuologin) Spiel- und Lernmaterialien, insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung. Zusammen mit Ellen war er Geschäftsführer einer Tagesstätte (und Ambulant Betreutes Wohnen) für Menschen mit geistiger Behinderung und interessantem Verhalten.
Seit 2015 ist Erik auch Kinderbuchautor! Geplant sind mehrere Kinderromane. In Deutschland erschienen: „Sophiechen und das Geheimnis des Froschs“ und „Sophiechen und die Zuckerbäuchlinge“. Motto dieser Bücher: „Es ist normal verschieden zu sein!“.
Ellen und Erik haben einen Laden in Zevenaar (Even-naar-Sofietje = „Eben-zu-Sophiechen“), wo auch einige Menschen arbeiten, die autistisch denken.
Erik arbeitet immer mehr als persönlicher Coach für Führungskräfte.
Handy Erik: 0031 6 20428185.
(„Meine Kinderbücher“, sagt Erik, „haben dasselbe Ziel wie meine Fachbücher: Raum für Vielfalt. Welcher Reichtum ist das eigentlich, wenn man gut darüber nachdenkt: dass Menschen so verschieden sind! Und dass man sich selbst sein „darf.“ Darf! Nicht? Welches Glück! Und dass Menschen mit dieser Verschiedenheit in Frieden, in Ruhe zusammenleben können. Man kann zusammen leben und zusammenleben. Ein ziemlich aktuelles Thema, glaube ich.“).
Viel Spaß heute! Danke für Ihre Aufmerksamkeit, und ich wünsche Euch viel Freude, Frieden und Spass auf der Arbeit und privat,
Erik Bosch.
www.bosch-suykerbuyk.info (Bücher, Tagungen, Artikel und so mehr).
Handy Erik: 0031 6 20428185.