Netphen Deuz, AWO Bildungszentrum, den 18. Mai ...

Netphen Deuz, AWO Bildungszentrum, den 18. Mai 2020,

Netphen Deuz,  AWO Bildungszentrum, den 18. Mai 2020, Erik Bosch aus den Niederlanden:Tod und Sterben im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung“ nach dem gleichnamigen Buch von Erik Bosch, Trainer, Entertrainer, Entertainer

Für mehrere Informationen und/oder Anmeldung: Frau Uta Weissmüller, Leitung AWO Bildungszentrum, tel. 02737 – 216 16 – 12, Mobil: 0176 / 13386243, u.weissmueller@awo-siegen.de

 

Die Praxis steht im Mittelpunkt
- Was tun Sie, wenn die Mutter der (schwer geistig) behinderten Maria gestorben ist und Maria ihrem Kommen sehnsüchtig entgegensieht?
- Nehmen wir an, Karl hat eine unheilbare Form von Krebs. Wie können Sie ihm dann beistehen? Wie beziehen Sie die Mitbewohner dabei mit ein?
- Welche professionellen Hilfsmittel gibt es, um Menschen mit einer geistigen Behinderung bei ihrer Trauer zu helfen?
- Kennen Sie einander in Ihrem Team, kennen Sie sich professionell? Was bedeutet; einander professionell kennen’?
- Karls erste Reaktion nach dem Tod seines Vaters war: „Darf ich Papas Fahrrad haben?“
Trauer ruft Trauer hervor. Wie ist das bei Ihnen?
- Welche Grundeinstellung ist in Ihrer Organisation realisiert worden?
- Fragen rund um das Lebensende rufen auch Fragen nach dem Sinn des Lebens hervor.
- Die Methodik des hermeneutischen Kreises: kennen wir diesen Mensch?

Der Hintergrund zu diesem Tag:
Es wird oft als schwierig empfunden, Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung auf dem Gebiet vom Tod und Sterben zu unterstützen. Auch für uns selbst ist es nicht immer einfach, mit dem Tod und dem Sterben umzugehen. Dieses Thema im Leben der von
uns zu betreuenden Menschen konfrontiert uns oft auch mit Verlust und Trauer in unserem eigenen Leben. Ein Verlust ruft viele Fragen zum Leben und Tod auf, Fragen nach dem Sinn des Lebens, die alle eine professionelle Antwort verdienen. Was bedeutet professionelles Handeln bei einem Sterbenden?
Wie unterstützt man einen Menschen mit einer geistigen Behinderung, der gerade den Vater oder die Mutter verloren hat? Was ruft das bei Ihnen hervor? An diesem Tag wollen wir ausführlich – praktisch, erkennbar und interaktiv – bei Prozessen in Situationen innehalten, die sich auf Verlust und Trauer im Leben der von uns zu betreuenden Menschen beziehen.
Es werden einige Hinweise gegeben, um damit in der Praxis zu arbeiten.

Verlust
Was ist ein Verlust? Verlust ist ein weiter Begriff. Jede Erwartung, die nicht erfüllt wird, kann einen Verlust der Identität mit sich bringen, kann etwas in einem selbst sterben lassen. Ein offenes Auge und Ohr
dafür im Leben der Menschen mit einer geistigen Behinderung zu haben, ist eine wichtige professionelle Haltung.
Wie viel Raum wird in Ihrer Organisation dafür geschaffen?

Trauer
Trauern, sich dem Verlust hingeben, der uns widerfährt. Trauern bedeutet auch: lernen loszulassen.
Visualisieren, konkretisieren, symbolisieren und ritualisieren sind (professionelle) Hilfsmittel zur Unterstützung der Trauer im Leben der von uns zu betreuenden Menschen und in unserem eigenen Leben.

Für wen ist dieser Tag bestimmt?
Diese Schulung ist für alle bestimmt, die auf irgendeine Art und Weise an der professionellen Unterstützung von Menschen mit einer geistigen Behinderung beteiligt sind. Auch Eltern und andere Angehörige sind herzlich willkommen!